Geschichte NWG

Die Neue Wohnbaugenossenschaft Basel (NWG) wurde im Dezember 1964 von diversen Grossräten aus verschiedenen Parteien gegründet. Im Rahmen des gemeinnützigen Wohnungsbaus wollte man mit Neubauten die Wohnungsknappheit bekämpfen und preisgünstige Wohnungen mit aktuellen Wohnstandart anbieten. Im Zeitpunkt der Gründung der NWG war der grosse Bauboom der Basler Wohngenossenschaften kurz nach dem zweiten Weltkrieg beendet. Man wollte der Genossenschaftsbewegung in der Region neues Leben einhauchen.

Die NWG ist eine typische Mieterbaugenossenschaft und auch Mitglied des Dachverbandes Wohnbaugenossenschaften Schweiz.

Das erste und grösste Bauobjekt war der sogenannte Waldhof (ehemaliger Gutsbetrieb zwischen Dreispitz und Jakobsberg an der Reinacherstrasse). Das Grundstück konnte im Baurecht von der CMS übernommen werden. Baubeginn war Frühling 1968 und im Frühling 1969 konnten die ersten Genossenschafter einziehen. An der Reinacherstrasse 202, 204 und 206 wurden total 88 Wohnungen erstellt. Davon waren 9 im Haus Reinacherstrasse 206 bereits behindertengerecht. Die Erstellungskosten lagen bei ca. 8,6 Millionen Franken (Architekt: Zwimpfer). Der Anfangsmietzinse für beispielsweise eine 5 ½-Zimmerwohnung lag nur leicht über Fr. 400.--. Dieses Doppelhochhaus (14 Stockwerke) mit Annexbau wurde im Jahr 1999 saniert, indem die Küchen und Bäder sowie die Leitungen erneuert wurden. Im Jahre 2012/13 wurde der Aussenbereich energetisch optimiert (Fassadenisolation und Verglasung der Terrassen). Diese Siedlung hat eine Verwaltungskommission gewählt, die sich im Siedlungsbereich selbst verwaltet.

Schon wenige Jahre später konnte von der Coop Basel ACV ein Grundstück von ca. 1000m2 an der Äusseren Baslerstrasse 308 (Habermatten) in Riehen käuflich erworben werden. Zuerst waren kleinräumige Alterswohnungen geplant. Der Bezug erfolgte im Jahre 1972. Nach diversen Wohnungszusammenlegungen und einer umfassenden Fassadensarnierung inkl. Erstellung von Wintergärten im Jahre 2006 können in Riehen nun auf eigenem Boden 13 Wohnungen und im EG ein Gewerberaum vermietet werden.

Im Neubaugebiet hinter dem Luzernerring hat die NWG vom Kanton Basel-Stadt im Baurecht eine interessante Parzelle im Baurecht erwerben können. Es konnte in der Folge an der Bungestrasse 20 - 28 in Basel eine Überbauung mit fünf Mehrfamilienhäuser realisiert werden. Baubeginn war 1991, der Bezug fand im Jahr 1993 statt. Der Architekt war Michael Alder. Die Überbauung wurde mehrfach prämiert. In diesen Mehrfamilienhäusern (jeweils mit grosszügigem Entree sowie gemeinsam benutzbarer Aufenthaltsraum mit Küche) können total 50 Wohnungen angeboten werden. Es besteht auch für Kinder ein grosszügiges Umfeld (z.B. von Genossenschaftern selbst gestalteter Spielplatz). Auch in dieser Siedlung besteht seit wenigen Jahren eine Verwaltungskommission mit eigenen Kompetenzen.

Die Dornachstrasse 327 in Basel konnte als bisher letztes Objekt käuflich übernommen werden (Anfang 1998). Das Haus wurde 1933 erbaut. Es wurde durch die NWG nach dem Erwerb innen sanft saniert. Die beiden Parterrewohnungen wurden zusammengelegt und mit Gartenabgang neu gestaltet (Archtekten: Buchner und Bründler). Im Jahre 2010 fand eine umfassende Sanierung/Modernisierung des Heizungssystems statt. In der Überbauung Dornacher können 10 Wohnungen angeboten werden.

Total kann die NWG heute 161 Wohnungen, 4 Geschäftsobjekte, 138 Autoeinstellhallenplätze neben diversen Nebenräume und Aussenparkplätze nach den Grundsätzen des gemeinnützigen Wohnungsbaus vermieten. Die NWG ist auch in Zukunft bereit, sich bei Neubauprojekten in der engeren Region Basel aktiv zu beteiligen oder Häuser zu erwerben und so der Spekulation zu entziehen. Aktuell kann dazu auf das Bauprojekt Burgfelderstrasse verwiesen werden.

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